Tech Spotting

Marketing per Sammelklage

30. July 2007 von schmidt9

Welch absurde Formen der Antiwerbung sich Marketingstrategen in den USA aufgrund der dortigen Rechtslage ausdenken könnten, kann man aktuell in Illinois erleben. Dort wurde gerade eine Sammelklage (class action lawsuit) gegen Apples wegen dessen iPhone angestrebt. Das Gerät, so berichtet Ende letzter Woche MacNN, würde weniger Ladezyklen als versprochen und einen fest eingebauten Akku besitzen. Apple hätte auf diesen Umstand nicht hingewiesen. Da muß jemand schlechte Ohren gehabt haben, denn bereits vor Veröffentlichung des iPhones war in diversen Foren der festverbaute Akku heftig diskutiert wurden und bereits zur Markteinführung hatte Apple – anders als beim iPod – ein Austauschprogramm für den Akku angekündigt und dessen Restkapazität nach einer bestimmten Anzahl von Ladezyklen benannt. Trotzdem zieht nun eine Anzahl Kunden gegen Apple gerichtlich zu Felde.

Möglich wäre es aber auch, daß ein Mitbewerber darauf sann, dieses Argument gegen das iPhone noch mehr publik zu machen – möglichst kostengünstig, ohne seinen eigenen Namen ins Spiel zu bringen – eben per Sammelklage, welche sofern sie gegen Apple gehen, als Pressethema gern aufgegriffen werden.

Die Vermutung liegt nahe, denn es gibt in den USA nur einen ernstzunehmenden Hersteller für Mobiltelefone. Motorola, Apples ehemaligen Partner aus der zerbrochenen Power-PC Allianz mit Stammsitz in … Schaumburg, Illinois.

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