Während Adobe seine Vorstellungen über Softwarepreise in Europa scheinbar ungehemmt ausleben darf, muß sich der Photoshop-Entwicklerauf dem Heimatmarkt noch ein wenig in Zurückhaltung üben – schließlich mußten in der Kartellbehörde gleich alle Mitarbeiter gleichzeitig die Augen zudrücken, damit keinem auffiel, wie bedeutsam vor einigen Jahren die Übernahme von Macromedia für Adobes Monopolstellung im Markt der Grafik- und Webanwendungen sein würde.
Nun retten die Europäer und die paar anderen nicht-Amerikaner, die Adobes Programme noch kaufen die Bilanzen des kalifornischen Marktführers, wie der letzte Quartalsbericht anschaulich unter Beweis stellt: über 40% Gewinnsteigerung, vor allem im Auslandsgeschäft bei kriselnder Nachfrage auf dem Heimatmarkt.
Schön, daß genug europäischen Softwarekäufer für gleiche Produkte oft über 60% mehr gezahlt haben als ihre amerikanischen Kolleginnen und
Kollegen – so ist am Ende trotz mieser Verkäufe der in der CS3-Suite ja auch kaum aufgewerteten Produkte ein akzeptabler Shareholder-Value
über den Atlantik transferiert wurden.
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